Gaiwan

Ein Gaiwan ist eine traditionelle chinesische Deckelschale aus drei Teilen: Schale, Deckel und Untertasse. Sie brühen darin losen Tee direkt auf, gießen ihn nach kurzer Ziehzeit durch den leicht geöffneten Deckel ab und wiederholen das mehrmals mit denselben Blättern. Die 17 Modelle dieser Kollektion kosten zwischen 34,90 € und 64,90 € und reichen von schlichtem Weiß über blau-weißes Dekor bis zu Seladon und Craquelé.

Gegenüber einer kleinen Teekanne hat der Gaiwan zwei Vorteile: Sie sehen die Blätter bei jedem Aufguss und riechen am Deckel, wie sich der Duft verändert, und die glatte Innenfläche lässt sich in Sekunden reinigen. Dafür verlangt er etwas Übung beim Ausgießen. Die folgenden Antworten zeigen, welche Größe und welches Material zu Ihrer Art passt, Tee zu trinken.

Wofür eignet sich ein Gaiwan, und wofür nicht?

Er ist für Gongfu Cha gedacht: viel Blattmenge, wenig Wasser, Ziehzeiten von wenigen Sekunden bis etwa einer Minute. Das passt zu Oolong, Pu-Erh, grünem und weißem Tee. Weil glasiertes Porzellan kaum Geschmack annimmt, können Sie verschiedene Sorten nacheinander probieren. Für Matcha ist ein Gaiwan nicht gedacht, dafür brauchen Sie eine breite Chawan. Auch große Mengen für mehrere Gäste sind nicht seine Aufgabe.

Welche Größe passt zu Ihnen?

Die Angaben in Millilitern beziehen sich auf die randvolle Schale. Beim Aufgießen füllen Sie nur bis knapp unter die Deckelkante, praktisch also etwa zwei Drittel. Ein Gaiwan mit 120 bis 150 ml ergibt so genug für eine Person und ein bis zwei kleine Tassen pro Aufguss und ist für den Einstieg gut zu handhaben. Modelle mit 170 bis 200 ml reichen für zwei bis drei Personen, sind aber schwerer zu halten. Das weiße Modell mit Jade-Optik gibt es in vier Größen von 90 bis 200 ml, wahlweise mit sechs Tassen.

Wie halten Sie den Gaiwan, ohne sich die Finger zu verbrennen?

Legen Sie Daumen und Mittelfinger auf den oberen Rand der Schale und den Zeigefinger auf den Deckelknauf. Schieben Sie den Deckel einen Spalt zur Seite und kippen Sie zügig über der Tasse oder dem Ausgießgefäß ab. Der Rand bleibt kühler, solange Sie nicht randvoll füllen. Üben Sie die Bewegung zuerst mit lauwarmem Wasser. Dünnes Porzellan wird schneller heiß als dickere Keramik; bei sehr heißem Wasser heben Sie die Untertasse einfach mit an.

Porzellan, Keramik oder Ton: welches Material wählen Sie?

Glasiertes Porzellan ist der Allrounder: geschmacksneutral, leicht zu reinigen, und die helle Innenseite zeigt die Farbe des Aufgusses. Glasierte Keramik in Grau oder mit Craquelé wirkt erdiger; die feinen Risse der Craquelé-Glasur färben sich laut Produktbeschreibung mit der Zeit durch den Tee. Der matte Ton-Gaiwan in Schwarz oder Braun nimmt Teearomen auf. Nutzen Sie ihn deshalb möglichst für eine einzige Teesorte, etwa dunklen Oolong oder Pu-Erh.

Wie pflegen Sie Ihren Gaiwan?

Spülen Sie ihn nach dem Gebrauch mit heißem Wasser aus und lassen Sie Schale und Deckel getrennt trocknen. Bei Porzellan entfernen Sie Teeränder mit etwas Natron. Den Ton-Gaiwan reinigen Sie nur mit klarem Wasser, ohne Spülmittel. Vermeiden Sie Temperaturschocks, etwa kaltes Wasser in der heißen Schale. Bemaltes Dekor und Goldmotive schonen Sie, indem Sie auf Scheuerschwämme verzichten.

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